Glänzende Ergebnisse – ganz legal

Lang hat es gedauert, aber derzeit scheint es einen Trend zur legalen Beschäftigung von Reinigungskräften in privaten Haushalten zu geben. Gute Geschäfte melden auf jeden Fall Unternehmen wie Miss Finish in Hamburg, die Haushaltshilfen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz und Haushalten einen seriösen Service bieten.


„Wir wachsen jeden Monat“, sagt Geschäftsführer Oliver Ehrcke, der zusammen mit Mercy Kwakye Miss Finish gegründet hat. Mehr als 40 in Voll- oder Teilzeit angestellte Haushaltshilfen des Unternehmens sorgen in mittlerweile rund 320 Hamburger Haushalten für Hochglanz.
Angefangen hat das Gründer-Duo (Foto) im Jahr 2011 mit einer Angestellten, nach zwei Jahren waren es schon 15. Und die Nachfrage nach dem zuverlässigen Putzservice ist ungebrochen. Fast alle Kunden kommen über die Webseite. Viele hatten vorher eine Putzkraft schwarz beschäftigt und möchten nun davon weg.

Vertrauen ist der Knackpunkt
„Für die Haushalte bietet Miss Finish einen sehr bequemen Service, sie müssen die Mitarbeiter nicht einstellen und nicht anmelden. Sie bekommen automatisch einen Ersatz, wenn die Haushaltshilfe in Urlaub oder krank ist“, erklärt Oliver Ehrcke. Es wird auch immer dieselbe Mitarbeiterin zu den Kunden geschickt, auch wenn die meistens gar nicht vor Ort sind, wenn bei ihnen geputzt wird. „Die Haushalte bekommen vertraute Mitarbeiter, darauf haben wir ein starkes Augenmerk gelegt, weil sich die Kunden das einfach wünschen. Das ist ganz anders als bei Firmen, die Gewerbekunden bedienen, hier wechseln die Putztrupps ja ständig.“ Es gibt laut dem Geschäftsführer Kunden, die während der gesamten Arbeitszeit neben der Reinigungskraft stehen: „Deshalb ist Vertrauen ein großer Knackpunkt in unserer Branche.“

Vorbesuch zur Einsatzplanung
Zum Service von Miss Finish gehört ein kostenloser Vorbesuch des Haushaltes zur genauen Einschätzung und Planung des Putzeinsatzes. Hier kommt Julia Prager, die Leiterin Hauswirtschaft, ins Spiel. Sie fährt in die Haushalte, erklärt das Konzept, schätzt den Zeitbedarf ein und berät auch zu den Putzmaterialien wie Schwämmen und Tüchern, die vorhanden sein sollten. Auch bekommen die Kunden eine Liste mit Reinigungsmitteln, die gebraucht werden. „Nichts Spezielles, es handelt sich um Basis-Reinigungsmittel wie Scheuermilch, Allzweckreiniger oder Glasspray, die man überall bekommt“, erklärt Julia Prager.
Manchmal haben Kunden utopische Zeitvorstellungen wie beispielsweise die Reinigung eines 160-Quadratmeter-Hauses in eineinhalb Stunden. „Es gibt auch Wünsche, wie beispielsweise in der Küche nur den Boden zu putzen und nicht die Küchenzeile. Aber das ergibt ja keinen Sinn“, so Julia Prager. Hier gilt es einen Kompromiss zu finden und manchmal muss laut Oliver Ehrcke auch ein Auftrag abgelehnt werden, weil die Vorstellungen zu unrealistisch sind.
Julia Prager, die seit 2013 bei Miss Finish arbeitet, ist gelernte Hotelfachfrau und hat als Hausdame in einem Fünf-Sterne-Hotel sowie als Kabinenstewardess auf einem Kreuzfahrtschiff Erfahrungen gesammelt. Danach war sie im privaten Haushalt einer prominenten Familie als Vollzeit-Haushälterin tätig. „Das hat mir sehr gefallen und ich habe einen guten Blick für anspruchsvolle Haushalte bekommen.“
Bei der Einstellung neuer Mitarbeiterinnen achtet Ehrcke auf einen einwandfreien Leumund (belegt durch ein Führungszeugnis) und Seriosität. Wie lässt sich die belegen? „Das sagt uns unsere Erfahrung. Ich bin seit 17 Jahren in der Branche, mache fast täglich Vorstellungsgespräche.“
Eine fachliche Qualifikation im hauswirtschaftlichen Bereich wird von den Mitarbeiterinnen nicht verlangt: „Das bringen wir unserem Personal selber bei.“ Die Arbeit im privaten Haushalt sei anspruchsvoll. Die Mitarbeiterinnen müssen eigenständig die Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen, sich immer wieder auf neue Haushalte und Anforderungen einstellen, sich selbst organisieren. „Deshalb ist der Preis für diese Leistung ja auch gerechtfertigt“, so das Fazit von Oliver Ehrcke.
Autorin: Alexandra Höß
www.missfinish.de