Erfolgreich selbstständig in der Hauswirtschaft


Der derzeitige Arbeitsmarkt bietet sehr gute Chancen für hauswirtschaftliche Fachkräfte – nicht nur im Angestelltenverhältnis, sondern auch in der Selbstständigkeit. Die Chance ergriffen hat vor fünf Jahren Rita Wilbers.

Die gelernte Wirtschafterin für städtische Hauswirtschaft und Großküchen aus Meppen machte sich selbstständig mit einem Hauswirtschafts- und Partyservice. Heute läuft der Service von Rita Wilbers sehr gut, aber am Anfang war Geduld gefragt. „Im Januar 2014 habe ich mich selbstständig gemacht und am Anfang passierte erst mal gar nichts“, erzählt die staatlich geprüfte Wirtschafterin für städtische Hauswirtschaft und Großküchen. Sie hatte zwar Flyer drucken lassen und überall im Ort in Geschäften und Apotheken ausgelegt, aber die Kunden ließen auf sich warten.
Als sie sich dann in einer Krankenkasse zum Thema Abrechnung informierte, sagte die Mitarbeiterin dort: „Sie müssen ins Internet, da suchen die Leute sie.“ Also hat sie im Sommer 2014 zusammen mit ihrer Tochter eine Homepage und eine Facebook-Seite erstellt. „Und mit der Zeit ging das Telefon dann doch häufiger“, erzählt sie.

Nach und nach wurde dann auch der Catering-Bereich immer mehr nachgefragt – meist für Privathaushalte. Rita Wilbers bietet hier Unterstützung für Geburtstage, Taufen, Frühstücks-, Kaffee- oder Kartenspielrunden sowie kleinere betriebliche Feierlichkeiten. Sie entlastet ihre Kunden bei allen Vorbereitungsarbeiten von der Planung über den Einkauf bis zur Bewirtung und dem Aufräumen.
Alle Leistungen sind auch einzeln bei ihr buchbar. Ein weiteres Angebot ist das gesamte Eindecken inklusive Tischwäsche und Dekoration, auch für Feiern wie Beerdigungskaffees in öffentlichen Räumlichkeiten wie Gemeindehäusern.

Catering für ganz verschiedene Anlässe
Und natürlich kocht die Wirtschafterin auch, sei es für private Feiern oder für Vereine oder Kirchengruppen. Für bis zu 40 Personen bietet sie warmes Essen an, kalte Buffets und Frühstück erstellt sie auch für größere Gruppen – gern auch vegetarisch oder vegan. Auf ihrer Homepage findet man eine ausführliche Speisekarte.
Für die Zubereitung der Speisen mietet sie die Küche im naheliegenden Dorfgemeinschaftshaus an. „Dort gibt es eine komplett eingerichtete Großküche, die ich pro Nutzung bezahle. Hier kann ich ganz in Ruhe arbeiten“, erzählt sie. Die meisten Kunden wünschen, dass die Speisen zu ihnen nach Hause gebracht werden, daher liefert sie das Essen selber in Chafing Dishes aus.

Senioren als wichtigste Zielgruppe
Auch das zweite Standbein der Wirtschafterin, ihre Dienstleistungen für private Haushalte, läuft so gut, dass sie im Moment keine neuen Aufträge annehmen kann. Natürlich unterstützt sie auch weiterhin ihre Stammkunden im Haushalt, „aber neue Kunden kann ich leider nicht mehr annehmen. Ich werde mich wohl irgendwann für eines entscheiden müssen. Die wichtigste Zielgruppe sind hier Senioren, die meisten möchten so lange es geht, zu Hause bleiben und holen sich dazu die entsprechende Hilfe ins Haus.“
Die Abrechnung von Leistungen zur hauswirtschaftlichen Unterstützung erfolgt häufig über die Pflegekasse und das klappt laut Rita Wilbers problemlos.
Weitere Leistungen, die regelmäßig nachgefragt werden, sind Fensterreinigen oder Gartenpflege. „Hier sortiere ich aus, was ist bei mir im Ort und wo kann ich noch mit dem Fahrrad hinfahren. Ich muss auch Kunden absagen, das tut mir dann zwar leid, aber ich habe gemerkt, dass ich mit meinen Kräften haushalten muss.“

http://www.hauswirtschaftsservice-rita-wilbers.de/

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen rhw management-Ausgabe 9/2019.

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