Adlatus, Pepper und Co.: Robotertechnik im Einsatz

Die tägliche Flächenreinigung der öffentlichen Bereiche der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg übernimmt seit Ende letzten Jahres der Reinigungsroboter „Adlatus“. Mit Erfolg: Er bekommt noch vier weitere autonom fahrende Kollegen, die künftig an anderen Klinikstandorten von Asklepios eingesetzt werden sollen.

Die Aufmerksamkeit der Menschen ist ihm sicher: Wenn Adlatus (zu Deutsch: Gehilfe) im Foyer der Asklepios-Klinik Barmbek seine Runden zieht, bleiben Besucher erstaunt stehen, das knapp einen Kubikmeter große Gefährt wird bestaunt, fotografiert oder gefilmt. Und Wagemutige stellen sich ihm auch schon mal in den Weg, um zu testen, ob er dann stehen bleibt. „Mit dem Einsatz der Service-Roboter erwarten wir eine Steigerung der Reinigungsqualität, denn unsere Mitarbeiter im Reinigungsdienst werden von der Reinigung großer Flächen und monotoner Arbeit entlastet und haben dafür mehr Zeit, um sich um Details zu kümmern”, sagt Kai Hankeln, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken.

An 365 Tagen im Jahr reinigen mehr als 700 Mitarbeiter die Häuser des Hamburger Klinikverbundes. Zusammengerechnet verfügen alle Asklepios Kliniken der Hansestadt über eine Grundfläche von rund 499.000 Quadratmetern, das entspricht der Größe von elf Fußballfeldern.

„Für den Einsatz in der Klinik wurde zunächst ein 3D-Hindernismodell von der zu reinigenden Umgebung erstellt, um mögliche Kollisionen des Roboters mit Menschen und Gegenständen zu verhindern“, erklärt Michael Kniebes, Betriebsleiter der Asklepios Facility Services Hamburg GmbH.

Die Herstellerfirma hat Adlatus auf Basis dieser Daten dann für die lokalen Gegebenheiten programmiert. Während seines Einsatzes orientiert sich der Service-Roboter permanent per Laserscanner und eingebauter Time-of-Flight-Kamera, diese dient zur Entfernungsmessung und Objekterkennung. Die Sensoren erfassen den vor ihm liegenden Weg auf 30 Metern, so kann das Gefährt Personen und Gegenständen ausweichen. Wenn er nicht ausweichen kann, bleibt er stehen. Die Randbereiche der Flure erfasst das Gefährt nicht, sie müssen – genauso wie überstellte Flächen – manuell nachgereinigt werden.

Autorin: Alexandra Höß

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