Abfallmanagement in Betriebsrestaurants

Abfälle ziehen ökologische, ökonomische und soziale Folgen nach sich – auch in Betriebsrestaurants. Im Rahmen einer Studie von Linda Chalupova (Foto) wurde die dortige Ist-Abfallsituation untersucht. Das Ergebnis schließt die Datenlücke über das Abfallaufkommen und stellt eine Informationsbasis zum Entwurf eines Konzeptes für nachhaltiges Abfallmanagement dar.

Betriebsrestaurants stellen mit jährlich 1,6 Milliarden „Verzehrsfällen“ (Prof. Jens Wetterau, HS Niederrhein) einen wichtigen wirtschaftlichen Sektor der Gemeinschaftsverpflegung dar. Für diese Leistungserstellung, die über eine reine Verpflegung der Gäste reicht, werden Rohstoffe verbraucht und umweltbelastende Emissionen verursacht. Eine der wesentlichen Umweltauswirkungen stellen Abfälle dar. Neben Lebensmittel- und Speiseabfällen sind aufgrund des wachsenden Take-Away-Geschäftes und des steigenden Einsatzes von Convenience-Produkten auch Verpackungsabfälle zu erwarten. Des Weiteren wird mit Nichtverpackuns-, Misch- und Sonderabfällen gerechnet.
Den hohen Gästeanforderungen und der Flexibilität, die notwendig ist, um in kürzeste Zeit eine große Anzahl an Gästen gleichzeitig zu versorgen, steht ein zunehmender Kostendruck gegenüber, der einen sparsamen, zweckorientierten Einsatz von Ressourcen und eine gezielte Nutzung von Synergien erfordert. So können beispielsweise bei der richtigen Handhabung von Abfällen Entsorgungskosten eingespart werden.

Buchneuerscheinung im November 2017
Die komplette Studie, ihre Ergebnisse und das Konzept für nachhaltiges Abfallmanagement mit weiteren abfallbezogenen Zielen, Kennzahlen und Maßnahmen lesen Sie in der Dissertation „Nachhaltiges Abfallmanagement in Betriebsrestaurants“ von Linda Chalupova (erscheint im November 2017 im Verlag Neuer Merkur). Die Arbeit beinhaltet eine ausführliche Betrachtung der Abfallproblematik in Betriebsrestaurants.
Linda Chalupova: Nachhaltiges Abfallmanagement in Betriebsrestaurants, Verlag Neuer Merkur GmbH, Planegg, ISBN 978-3-95409-043-3, 208 Seiten, 28,90 Euro, 1. Auflage 2017