Klinik Fleetinsel: „Hamburgs beliebtestes Krankenhaus“

Wie schafft es ein Krankenhaus, bei Zufriedenheitsbefragungen von Patienten immer wieder auf dem ersten Platz zu landen? Bei einem Rundgang durch die Klinik Fleetinsel in Hamburg wollte rhw praxis dem Erfolgsgeheimnis auf die Spur kommen.

Die Lage spricht natürlich schon einmal für sich: die Klinik Fleetinsel residiert in der Hamburger Altstadt auf einer Insel zwischen zwei Fleeten (Kanälen) und ist direkt angeschlossen an das noble Steigenberger Hotel. Doch das kann natürlich nicht der alleinige Grund dafür sein, dass die Klinik laut dem Hamburger Krankenhausspiegel im Jahr 2016 zum dritten Mal in Folge zur beliebtesten Klinik der Hansestadt gewählt wurde.
Fast alle Patienten würden demnach die Klinik ihren Freunden und Bekannten weiterempfehlen. Das Wichtigste ist für Patienten natürlich die medizinische Betreuung und der persönliche Umgang der Ärzte sowie die fachliche Betreuung durch das Pflegepersonal. Auch in diesen Bereichen liegt die Klinik Fleetinsel auf Platz eins. Die Patienten lobten außerdem die große Sauberkeit und das Essen in der Klinik.

Und auch bei der jüngsten Befragung von Mitgliedern der Techniker Krankenkasse (TK) landete das Krankenhaus bei der allgemeinen Patientenzufriedenheit auf dem ersten Platz – mit 96,5 von insgesamt 100 zu vergebenden Punkten. Lange Zeit stand die von vier Ärzten 1992 gegründete und privat geführte Klinik nur Privatpatienten offen, seit 2014 können sich hier aber auch gesetzlich versicherte Patienten behandeln lassen.

Was beim Rundgang durch die Klinik als Erstes auffällt, ist die ruhige Atmosphäre und die Freundlichkeit der Mitarbeiter. Überall bekommt man als Gast ein Lächeln, einen kurzen Gruß zugeworfen – das ist meilenweit entfernt vom stressigen Gesamteindruck, den viele andere Krankenhäuser durch vorbeihetzendes Personal vermitteln.

Teppichboden im Krankenhaus?
Und das Zweite, das einem als Gast auffällt, ist der senfgelbe Teppich auf Station 1, der auf den Fluren und in den Patientenzimmern verlegt ist. Ein Teppich im Krankenhaus? „Für den Bodenbelag haben wir gekämpft, das hat gedauert, bis er vom Hygieneinstitut abgenommen wurde“, erklärt Roswitha Dethlefs. Der Teppichboden ist mit einem speziellen Rücken ausgestattet, einer Versiegelung, die dafür sorgt, dass Verunreinigungen nicht auf den darunter liegenden Estrich gelangen. Neben dem täglichen Absaugen wird der Teppich mit einem Sprühextraktionsgerät von Columbus in regelmäßigen Abständen und bei sichtbarer Verschmutzung sofort grundgereinigt und desinfiziert.
Der Teppichboden sorgt zum einen für eine Geräuschminderung auf der Station durch seine schallschluckenden Eigenschaften, zum anderen schafft er eine angenehme Atmosphäre fast wie im Hotel. Dafür sorgen auch andere Details wie Raffrollos, Bilder oder silberne Deko-Vasen mit Zweigen in den Zimmern. Auch das den Zimmern angeschlossene große Duschbad bietet allen Komfort: von der bodentiefen Dusche über weiche Frottee-Handtücher bis zum Bademantel und Pflegeprodukten.
Im nächsten Jahr wird die Klinik aufgrund der guten Auslastung um eine Station erweitert, und zu den bisher vier Operations-Sälen kommt ein fünfter hinzu.

Alexandra Höß

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