Dänische Listerien auch in Deutschland?

Zwölf Menschen sind in Dänemark nach Verzehr von Wurst wahrscheinlich wegen einer Listerien-Infektion ums Leben gekommen, mindestens 20 haben sich mit den Keimen angesteckt. Diese Schlagzeile hat nun deutsche Fleischesser aufgeschreckt, denn das belastete Fleisch wurde auch in Schleswig-Holstein verkauft.

Das Fleisch eines dänischen Produzenten, der Aufschnitt und andere Wurstwaren herstellt, sei laut dem zuständigen Lebensmittelministerium die Hauptquelle des Ausbruches. Ein Supermarkt im Norden von Schleswig-Holstein hat ebenfalls rund 160 Kilogramm dieser Wurstwaren an Kunden verkauft. Ob die im Mai und Juni vertriebenen Produkte über die zulässigen Grenzwerte hinaus belastet waren, sei aber nach schleswig-holsteinischem Landwirtschaftsministerium nicht klar. Es gebe weder Beweise noch seien in Deutschland  Erkrankungen bekannt.

Alle Produkte des besagten Fleischwaren-Herstellers Jørn A. Rullepølser werden nun aus dem Verkehr gezogen. Schon zweimal musste dieser seine Ware wegen Verdacht auf Listerien zurückziehen. Nach Angaben des dänischen Statens Serum Instituts waren alle Opfer schon vorher krank oder immungeschwächt.

Listerien-Keime kommen oft in Fleisch oder rohem Fisch vor und sind vor allem für chronisch kranke und ältere Personen bedrohlich. Auch schwangere Frauen müssen sich vor den Keimen besonders in Acht nehmen.

(Quellen: www.rp-online.de, www.orf.at, www.welt.de)